Länderreport China · Stand 13.10.2026

Wie lebt man
in China?

Alle 56 Zahlen aus dem Video, mit Quellen. Wohnung, Gehalt, Arbeitszeit, Alltag und Kontrolle im Vergleich mit Deutschland. Zu jeder Zahl findest du die Quelle und das Datum, an dem wir sie geprüft haben.

Zum Video: „Wie lebt man in China? Wohnung, Gehalt und Alltag in der Großstadt“ auf YouTube.

China im Vergleich mit Deutschland: Vorschaubild des Videos

56Zahlen

106verlinkte Quellen

5Kapitel

13.10.2026zuletzt geprüft

Kapitel 1 · Fakten 1 bis 10

Wohnen

Fangen wir dort an, wo jeder Tag beginnt: in der Wohnung. Wie viel Platz haben die Menschen in Chinas Städten, wem gehören die Wohnungen, und was hat die Immobilienkrise verändert?

Fakt 01

36,5 m²

Wohnfläche pro Kopf in Chinas Städten (brutto). Deutschland: 55,7 m²

Platz ist knapp. Laut der Volkszählung 2020 hatte jeder Mensch in Chinas Städten im Schnitt 36,5 Quadratmeter. Unter allen Regionen auf Provinzebene hat Shanghai mit gut 32 Quadratmetern den niedrigsten Wert, Peking kommt auf knapp 35. Gemessen wird in China allerdings brutto, mit Wänden und einem Anteil an Treppenhaus und Fluren. In Deutschland hat jeder Mensch im Schnitt 55,7 Quadratmeter reine Wohnfläche.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. National Business Daily, nach dem Volkszählungs-Jahrbuch 2020 des NBS (27.06.2022)
  2. Statistisches Bundesamt: Eigentumsquote 2022 (Mikrozensus)
  3. Statistisches Bundesamt: Wohnfläche 2022 (Mikrozensus)

Fakt 02

96 %

der befragten Stadthaushalte besaßen 2019 mindestens eine Wohnung

Vielleicht hast du gehört, dass 96 Prozent der Chinesen eine Wohnung besitzen. Die Zahl gibt es wirklich: 2019 befragte die chinesische Zentralbank mehr als 30.000 Haushalte in Städten. 96 Prozent davon besaßen mindestens eine Wohnung, etwa drei von zehn sogar zwei. Im Schnitt waren es anderthalb Wohnungen pro Haushalt. Gezählt wurde also jede Wohnung, die einem Haushalt gehört, auch wenn die Familie nicht selbst darin wohnt.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. China Economic Weekly: Umfrage der Zentralbank zu Vermögen und Schulden städtischer Haushalte 2019 (15.05.2020)

Fakt 03

68 %

der Stadthaushalte wohnten 2020 im Eigentum. Deutschland 2022: 41,9 %

Wie viele wohnen also tatsächlich in den eigenen vier Wänden? Laut Volkszählung 2020 waren es in den Städten rund 68 Prozent der Haushalte, ein Viertel wohnte zur Miete. In Deutschland lebten 2022 nur 41,9 Prozent der Haushalte im Eigentum, in Berlin sogar nur 15,9 Prozent.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Yicai: Auswertung des Volkszählungs-Jahrbuchs 2020, Eigentum und Miete (14.07.2022)
  2. Statistisches Bundesamt: Eigentumsquote 2022 (Mikrozensus)
  3. Statistisches Bundesamt: Wohnfläche 2022 (Mikrozensus)

Fakt 04

70 Jahre

Nutzungsrecht für Wohngrundstücke, höchstens

Den Boden unter der Wohnung kauft man in China allerdings nicht mit. Man erwirbt ein Nutzungsrecht für das Grundstück, bei Wohngrundstücken für höchstens 70 Jahre. Dass sich dieses Recht automatisch verlängert, steht schon seit 2007 im Gesetz, heute im Zivilgesetzbuch. Ob und wie viel man dafür zahlen muss, lässt das Gesetz offen. Das sollen andere Gesetze und Verordnungen regeln.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Stadtregierung Chongqing: How to buy a house? (09.06.2026)
  2. The Paper: Verlängerung der Landnutzungsrechte, Sachenrechtsgesetz 2007 und Zivilgesetzbuch (2020)
  3. NetEase: Wortlaut von Art. 359 des Zivilgesetzbuchs

Fakt 05

733 Mio. m²

neue Wohnfläche verkauft 2025. Rekordjahr 2021: 1,57 Mrd. m²

Dann kam die Immobilienkrise. Im Rekordjahr 2021 wurden in China rund 1,57 Milliarden Quadratmeter neue Wohnfläche verkauft, 2025 waren es nur noch 733 Millionen, also etwa halb so viel. Und 2026 ging es weiter abwärts: Von Januar bis August wurde noch einmal 13 Prozent weniger neue Wohnfläche verkauft als ein Jahr zuvor.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Nationales Statistikamt (NBS): Immobilienmarkt 2025 (19.01.2026)
  2. Nationales Statistikamt (NBS): Immobilienmarkt 2021 (17.01.2022)
  3. Nationales Statistikamt (NBS): Immobilienmarkt Januar bis August 2026 (15.09.2026)

Fakt 06

> 300 Mrd. US-$

Verbindlichkeiten von Evergrande bei der Abwicklung

Zum Symbol der Krise wurde Evergrande, einst der am höchsten verschuldete Immobilienkonzern der Welt. Am 29. Januar 2024 ordnete ein Gericht in Hongkong seine Abwicklung an, bei Verbindlichkeiten von mehr als 300 Milliarden US-Dollar. Viele Familien in ganz China hatten da schon für Wohnungen bezahlt, die noch nicht fertig waren. Bis Oktober 2025 wurden nach Angaben des Bauministeriums mehr als 7,5 Millionen verkaufte Wohnungen übergeben, deren Fertigstellung auf der Kippe stand.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Reuters / The Standard: Chronik zu Evergrande (25.08.2025)
  2. Yicai, nach Angaben des Bauministeriums: Übergabe verkaufter Wohnungen (04.02.2026)

Fakt 07

49 von 70

Städten mit sinkenden Preisen für neue Wohnungen im August 2026

Und die Preise? Im August 2026 sanken die Preise neuer Wohnungen in 49 von 70 großen Städten gegenüber dem Vormonat, bei gebrauchten Wohnungen sogar in 62. Die Städte entwickeln sich aber unterschiedlich: In Shanghai kosteten neue Wohnungen 3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, in Peking und Shenzhen 2,3 Prozent weniger.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Nationales Statistikamt (NBS): Wohnungspreise in 70 Städten, August 2026 (15.09.2026)

Fakt 08

≈ 4,50 €

Miete pro m² und Monat in 50 Städten (34 Yuan). Deutschland: 7,28 €

Wer mietet, zahlt in 50 großen Städten im Schnitt rund 34 Yuan pro Quadratmeter und Monat, umgerechnet etwa 4,50 Euro. So war es im August 2026, nach Zahlen des privaten Forschungsinstituts China Index Academy. Am teuersten ist Shanghai. In Deutschland lag die durchschnittliche Nettokaltmiete laut Zensus 2022 bei 7,28 Euro pro Quadratmeter. Darin sind allerdings alle laufenden Verträge enthalten, auch sehr alte.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. 36Kr / China Index Academy: Mieten in 50 Städten, August 2026 (07.09.2026)
  2. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt: Zensus 2022, Nettokaltmieten (25.06.2024)
  3. EZB: Euro-Referenzkurse (verwendet: 12.10.2026, 7,4832 Yuan je Euro)

Fakt 09

493 Mio.

Menschen lebten 2020 nicht am Ort ihres Hukou

Und dann gibt es etwas, das man in Deutschland so nicht kennt: den Hukou, die Haushaltsregistrierung. Jeder Chinese ist mit seinem Hukou an einem bestimmten Ort eingetragen. Bei der Volkszählung 2020 lebten fast 493 Millionen Menschen seit mindestens einem halben Jahr nicht mehr in der Gemeinde oder dem Stadtviertel, in dem ihr Hukou eingetragen war.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Nationales Statistikamt (NBS): Volkszählung 2020, Kommuniqué Nr. 7 (11.05.2021)

Fakt 10

1 Jahr

Sozialversicherung oder Steuer in Peking, bevor Familien ohne Pekinger Hukou kaufen dürfen

Der Hukou entscheidet mit, auf welche Schule Kinder gehen können, welche öffentlichen Leistungen man vor Ort bekommt und ob man eine Wohnung kaufen darf. 2024 bekräftigte die Regierung, dass alle Städte, deren Kernstadt weniger als drei Millionen Einwohner hat, die Hukou-Hürden ganz abschaffen sollen. Die Megastädte behalten aber ihre Punktesysteme für den Zuzug. In Peking darf eine Familie ohne Pekinger Hukou nur dann eine Wohnung kaufen, wenn sie mindestens ein Jahr lang in der Stadt Sozialversicherung oder Einkommensteuer gezahlt hat.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Staatsrat: Fünfjahres-Aktionsplan zur Urbanisierung (31.07.2024)
  2. Xinhua / The Star: Peking lockert Kaufbeschränkungen für Wohnungen (08.08.2026)

Kapitel 2 · Fakten 11 bis 23

Arbeit und Geld

Eine Wohnung muss man auch bezahlen können. Also: Was verdient man in China, und wie viel arbeitet man dafür?

Fakt 11

129.441 ¥

Jahreslohn in nicht-privaten Betrieben 2025 (≈ 16.000 €). Privatfirmen: 71.590 ¥

Das chinesische Statistikamt veröffentlicht vor allem zwei Durchschnittslöhne. Der erste gilt für Behörden, Staatsbetriebe, ausländische Firmen und andere sogenannte nicht-private Betriebe in den Städten. Dort verdienten Beschäftigte 2025 im Schnitt 129.441 Yuan brutto im Jahr, umgerechnet knapp 16.000 Euro. In Privatfirmen waren es 71.590 Yuan, rund 8.800 Euro. Einen Median, also den Lohn in der Mitte, veröffentlicht das Amt nicht.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Nationales Statistikamt (NBS): Durchschnittslöhne in städtischen Betrieben 2025 (15.05.2026)
  2. Eurostat: Jahresdurchschnittskurse Euro/Yuan, aus den EZB-Referenzkursen

Fakt 13

64.441 €

Bruttojahresverdienst in Vollzeit in Deutschland 2025

Zum Vergleich: Vollzeitbeschäftigte in Deutschland verdienten 2025 im Schnitt 64.441 Euro brutto, Sonderzahlungen eingerechnet. Das ist rund viermal so viel wie in Chinas nicht-privaten Betrieben und mehr als siebenmal so viel wie in Chinas Privatfirmen.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 113, Verdienste 2025 (01.04.2026)
  2. Nationales Statistikamt (NBS): Durchschnittslöhne in städtischen Betrieben 2025 (15.05.2026)
  3. Eurostat: Jahresdurchschnittskurse Euro/Yuan, aus den EZB-Referenzkursen

Fakt 14

12.577 ¥

Durchschnittslohn in Shanghai 2025 pro Monat (≈ 1.550 €)

In Shanghai lag der Durchschnittslohn 2025 bei 12.577 Yuan im Monat, umgerechnet rund 1.550 Euro brutto. Nach dieser Zahl richten sich dort die Mindest- und Höchstbeiträge zur Sozialversicherung.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. SMBC China News Nr. 26-10: Durchschnittslohn Shanghai 2025 (28.08.2026)
  2. The Paper: Beitragsgrenzen der Sozialversicherung in Shanghai (24.08.2026)
  3. Eurostat: Jahresdurchschnittskurse Euro/Yuan, aus den EZB-Referenzkursen

Fakt 15

51.115 ¥

verfügbares Einkommen pro Kopf und Jahr in den Städten 2025 (Median)

Was bleibt übrig? Das zeigt das verfügbare Einkommen pro Kopf, also nach Steuern und Abgaben, Kinder und Rentner mitgezählt. In den Städten lag es 2025 im Median bei 51.115 Yuan im Jahr, umgerechnet gut 520 Euro im Monat. Auf dem Land war es mit 20.711 Yuan nicht einmal halb so viel.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Nationales Statistikamt (NBS): Einkommen und Konsumausgaben 2025 (19.01.2026)
  2. Eurostat: Jahresdurchschnittskurse Euro/Yuan, aus den EZB-Referenzkursen

Fakt 16

3,50 €

für einen Big Mac in China (26,5 Yuan). Deutschland: 6,99 €

Diese Euro-Beträge wirken niedrig, aber man muss auch auf die Preise schauen. Ein einfacher Vergleich ist der Big-Mac-Index des Magazins The Economist: Im Juli 2026 kostete ein Big Mac in China 26,5 Yuan, umgerechnet rund 3,50 Euro. In Deutschland waren es 6,99 Euro.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. The Economist: Big-Mac-Index, Daten auf GitHub (Stand Juli 2026)
  2. EZB: Euro-Referenzkurse (verwendet: 12.10.2026, 7,4832 Yuan je Euro)

Fakt 17

2.740 ¥

höchster Mindestlohn pro Monat (Shanghai, ≈ 366 €)

Den höchsten Mindestlohn Chinas hat Shanghai: 2.740 Yuan im Monat, umgerechnet rund 366 Euro. Beim Stundenlohn liegt Peking vorn, mit 27,7 Yuan, etwa 3,70 Euro. Der deutsche Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde ist fast viermal so hoch.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Guangming Online / China Labour and Social Security News: Mindestlöhne aller Provinzen, Stand 01.10.2026 (10.10.2026)
  2. Bundesregierung: Mindestlohn 2026 (21.09.2026)
  3. EZB: Euro-Referenzkurse (verwendet: 12.10.2026, 7,4832 Yuan je Euro)

Fakt 18

48,2 Std.

pro Woche in Unternehmen, August 2026. Deutschland: 40,2 Std.

Und die Arbeitszeit? Laut Statistikamt arbeiteten Beschäftigte chinesischer Unternehmen im August 2026 im Schnitt 48,2 Stunden pro Woche. In Deutschland arbeiten Vollzeit-Erwerbstätige normalerweise 40,2 Stunden. Der Unterschied entspricht ungefähr einem ganzen Arbeitstag, jede Woche.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Nationales Statistikamt (NBS): Volkswirtschaft im August 2026 (15.09.2026)
  2. Statistisches Bundesamt: Qualität der Arbeit, wöchentliche Arbeitszeit (23.07.2026)

Fakt 19

„996“

von 9 bis 21 Uhr an 6 Tagen: laut Gericht unzulässig

Dabei sehen die Vorschriften acht Stunden am Tag und 40 Stunden pro Woche vor, mit höchstens 36 Überstunden im Monat. Berüchtigt ist das Modell „996“: von neun Uhr morgens bis neun Uhr abends, sechs Tage die Woche. 2021 stellten das Oberste Volksgericht und das Arbeitsministerium klar: So ein Arbeitszeitmodell verletzt die gesetzliche Grenze für Überstunden schwer, eine solche Firmenregel ist ungültig.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Oberstes Volksgericht und Arbeitsministerium: Typische Fälle zu Überstunden (26.08.2021)

Fakt 20

5 Tage

Urlaub nach dem ersten Arbeitsjahr. Deutschland: mindestens 20

Urlaub gibt es wenig. Gesetzlich stehen Beschäftigten nach dem ersten Arbeitsjahr fünf bezahlte Urlaubstage zu, ab zehn Jahren zehn Tage, ab zwanzig Jahren fünfzehn. In Deutschland sind es bei einer Fünf-Tage-Woche mindestens 20 Tage, in Tarifverträgen meist 30.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Staatsrat: Verordnung über bezahlten Jahresurlaub, Nr. 514 (2007)
  2. Wissenschaftliche Dienste des Bundestages: Der gesetzliche Urlaubsanspruch (25.04.2023)

Fakt 21

13

gesetzliche Feiertage, seit 2025 zwei mehr

Dafür gibt es 13 gesetzliche Feiertage, seit 2025 zwei mehr als vorher, darunter jetzt auch den letzten Tag vor dem chinesischen Neujahrsfest. Freie Brückentage muss man aber oft nacharbeiten. Damit die Goldene Woche Anfang Oktober 2026 sieben Tage dauerte, mussten die Beschäftigten am Sonntag, dem 20. September, und am Samstag, dem 10. Oktober, ganz normal arbeiten. Sechs solcher Arbeitstage am Wochenende gab es 2026.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Xinhua: Staatsrat ändert die Feiertagsregelung (12.11.2024)
  2. Xinhua: Feiertage und Arbeitstage 2026 (04.11.2025)

Fakt 22

18,9 %

Arbeitslosenquote der 16- bis 24-Jährigen in den Städten, August 2026

Schwer haben es vor allem junge Leute. Im August 2026 lag die Arbeitslosenquote der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 24 Jahren in den Städten bei 18,9 Prozent, Schüler und Studierende nicht mitgezählt. Fast jeder Fünfte, der arbeiten wollte, fand also keine Stelle. Nach einem Rekord von 21,3 Prozent im Juni 2023, damals noch mit Studierenden, setzte das Statistikamt die Veröffentlichung für mehrere Monate aus. Seit 2024 wird die Quote anders berechnet.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Reuters / The Standard: Jugendarbeitslosigkeit im August 2026 (17.09.2026)
  2. Nationales Statistikamt (NBS): Neue Berechnung der Jugendarbeitslosigkeit (17.01.2024)

Bericht + Checkliste

Alle 56 Zahlen als PDF, dazu die Checkliste für den Alltag in China

Kapitel 3 · Fakten 24 bis 35

Alltag: Bezahlen, Essen, Unterwegs

Wie fühlt sich der Alltag an? Vieles erledigt man in China mit dem Smartphone.

Fakt 24

1,44 Mrd.

aktive Weixin- und WeChat-Konten im Monat

Die wichtigste App heißt Weixin, international WeChat. Man schreibt damit Nachrichten und bezahlt. Weixin und WeChat kamen Ende Juni 2026 zusammen auf 1,44 Milliarden aktive Konten im Monat. Laut dem staatlichen Internetinformationszentrum CNNIC bezahlten Ende 2025 rund eine Milliarde Menschen in China online, neun von zehn Internetnutzern. In Deutschland wurden 2025 laut Bundesbank noch 45 Prozent der alltäglichen Einkäufe bar bezahlt.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Tencent: Ergebnisse 2. Quartal 2026 (12.08.2026)
  2. CNNIC: 57. Statistischer Bericht zur Internetentwicklung in China (05.02.2026)
  3. Deutsche Bundesbank: Zahlungsverhalten in Deutschland 2025 (Juli 2026)

Fakt 25

01.02.2026

neue Verordnung: Bargeld ablehnen ist verboten

Trotz all der Apps ist es in China verboten, Bargeld abzulehnen. Seit dem 1. Februar 2026 gilt dafür sogar eine neue Verordnung der Zentralbank und zweier weiterer Behörden. Die Zentralbank selbst räumt ein, dass immer weniger Geschäfte Bargeld annehmen wollen.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Xinhua: Drei Behörden gehen gegen die Ablehnung von Bargeld vor (19.12.2025)

Fakt 27

630 Mio.

Menschen nutzten Ende 2025 Lieferdienste

Essen bestellen viele per App: 630 Millionen Menschen in China nutzten Ende 2025 Lieferdienste, mehr als die Hälfte aller Internetnutzer. Der Lieferdienst Meituan meldete für den 12. Juli 2025 mehr als 150 Millionen Bestellungen an einem einzigen Tag, für Essen und andere Sofortlieferungen. Über 50 Millionen davon waren allerdings Gutscheine.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. CNNIC: 57. Statistischer Bericht zur Internetentwicklung in China (05.02.2026)
  2. Xinhua: Meituan, Ergebnisse 2. Quartal 2025 (27.08.2025)
  3. IT Home: Meituan meldet Bestellrekord (13.07.2025)

Fakt 28

−23,4 Mrd. ¥

Verlust von Meituan 2025, nach 35,8 Mrd. Gewinn im Vorjahr

2025 lieferten sich Meituan, Alibaba und JD einen so heftigen Rabattkampf, dass die Behörden mehrfach eingriffen. Im Januar 2026 begann die Kartellbehörde sogar, den Wettbewerb in der ganzen Lieferbranche zu untersuchen. Meituan machte 2025 einen Verlust von 23,4 Milliarden Yuan, fast drei Milliarden Euro, nach einem Gewinn von 35,8 Milliarden Yuan im Jahr davor.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Workers' Daily / Xinhua: Aufsicht über die Lieferplattformen (13.01.2026)
  2. China Securities Journal: Meituan, Jahresergebnis 2025 (27.03.2026)
  3. Eurostat: Jahresdurchschnittskurse Euro/Yuan, aus den EZB-Referenzkursen

Fakt 30

906 km

U-Bahn-Netz in Shanghai Ende 2025 (2005: gut 100 km)

In Shanghai entfallen 78 Prozent aller Fahrten im öffentlichen Nahverkehr auf die U-Bahn. Ende 2025 war ihr Netz 906 Kilometer lang, 2005 waren es gerade einmal gut 100. Peking kommt auf 909 Kilometer und an einem normalen Werktag auf mehr als 11 Millionen Fahrten.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Shanghai Observer / Shentong Metro: Ausbau der U-Bahn in Shanghai (18.08.2026)
  2. The Beijing News: Fahrgäste der Pekinger U-Bahn 2025 (27.04.2026)

Fakt 31

3 ¥

kostet eine Fahrt in der Pekinger U-Bahn mindestens (≈ 40 Cent)

Eine Fahrt in der Pekinger U-Bahn kostet ab 3 Yuan für bis zu sechs Kilometer, umgerechnet rund 40 Cent. In Deutschland setzt man auf eine Pauschale: Das Deutschlandticket kostet seit Januar 2026 monatlich 63 Euro.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Stadtregierung Peking: About Subway Fares (23.04.2025)
  2. Verkehrsministerkonferenz: Beschlüsse vom 18.09.2025 zum Deutschlandticket
  3. EZB: Euro-Referenzkurse (verwendet: 12.10.2026, 7,4832 Yuan je Euro)

Fakt 32

50.400 km

Schnellfahrstrecken Ende 2025. Deutschland: rund 1.000 km

Zwischen den Städten fährt man mit dem Hochgeschwindigkeitszug. Ende 2025 hatte China 50.400 Kilometer Schnellfahrstrecken. In Deutschland gab es laut Deutscher Bahn im Jahr 2021 rund 1.000 Kilometer, auf denen Züge 250 Kilometer pro Stunde oder schneller fahren können.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. People's Daily Overseas Edition: Bahnnetz und Schnellfahrstrecken Ende 2025 (05.01.2026)
  2. Deutsche Bahn: 30 Jahre ICE, Medienpaket Infrastruktur (2021)

Fakt 34

9.600

neue Benziner-Kennzeichen im Juni 2026 in Peking

Ein eigenes Auto ist in Peking dagegen Glückssache. Neue Kennzeichen für Benziner werden verlost: Im Juni 2026 gab es 9.600 Kennzeichen für Familien und Einzelpersonen. Beworben hatten sich rund 529.000 Familien und mehr als 2,5 Millionen Einzelpersonen. Selbst für Elektroautos muss man warten: 2026 bewarben sich 566.936 Einzelpersonen um 34.800 Kennzeichen.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Beijing Youth Daily / Guangming Online: Kennzeichen-Verlosung im Juni 2026 (25.06.2026)
  2. China News Service / Tencent News: Kennzeichen für E-Autos 2026 (25.05.2026)

Fakt 35

49,4 %

der Neuzulassungen 2025 mit Stecker. Deutschland: rund 30 %

Elektroautos sind in China längst Alltag: 2025 waren 49,4 Prozent aller Neuzulassungen reine E-Autos oder Plug-in-Hybride. In Deutschland waren es zusammen rund 30 Prozent. Auf den Straßen braucht der Wandel trotzdem Zeit: Ende 2025 hatte nur jedes achte Auto in China einen Stecker.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Xinhua, nach dem Ministerium für öffentliche Sicherheit: Fahrzeugbestand 2025 (26.01.2026)
  2. Kraftfahrt-Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 01/2026, Neuzulassungen 2025 (06.01.2026)

Kapitel 4 · Fakten 36 bis 45

Wie viel Kontrolle?

Und dann eine Frage, um die man bei China nicht herumkommt: Wie stark wird man kontrolliert?

Fakt 36

seit 2019

sind alle Sprachversionen von Wikipedia gesperrt

Im Internet merkt man es sofort. Google, YouTube, WhatsApp, Instagram, Facebook und X, früher Twitter, sind in China gesperrt, alle Sprachversionen von Wikipedia seit 2019. Auch diesen Film kann man in China nur über Umwege sehen.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Freedom House: Freedom on the Net 2024, China (16.10.2024)

Fakt 37

200 ¥

Strafe für einen VPN-Nutzer in Chengde, dazu über 1 Mio. ¥ eingezogen

Der wichtigste Umweg ist ein VPN. Nicht genehmigte VPNs sind verboten, und seit 2017 geht der Staat stärker gegen sie vor. Trotzdem nutzen laut der Organisation Freedom House Dutzende Millionen Menschen solche Dienste. Normale Nutzer werden selten bestraft, Verkäufer von VPNs dagegen schon zu Haftstrafen verurteilt. 2023 verhängte die Polizei in Chengde gegen einen Programmierer eine Strafe von 200 Yuan und zog über eine Million Yuan ein. Das Geld hatte er per VPN bei einer ausländischen Firma verdient.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Industrieministerium (MIIT): Regeln für Internetzugangsdienste (23.01.2017)
  2. The Guardian: Chinese programmer ordered to pay 1m yuan for using VPN (09.10.2023)
  3. China Digital Times: Der Fall aus Chengde (September 2023)

Fakt 39

3 ×

Ausweis zeigen am Bahnhof: beim Betreten, Einsteigen und Verlassen

Anonym bleibt man kaum. Wer eine Handynummer, einen Internetanschluss oder ein Konto bei einem Chatdienst will, muss laut Cybersicherheitsgesetz seine echte Identität angeben. Fairerweise muss man sagen: Auch in Deutschland braucht man für eine Prepaid-SIM-Karte einen Ausweis. In China geht es aber weiter: Zugtickets laufen auf den eigenen Namen, und am Bahnhof zeigt man denselben Ausweis beim Betreten, beim Einsteigen und beim Verlassen.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Cyberspace-Behörde (CAC): Cybersicherheitsgesetz, Fassung vom 28.10.2025 (29.12.2025)
  2. Nationaler Volkskongress: Anti-Terror-Gesetz, Art. 21 (12.06.2018)

Fakt 41

998

Kreise kauften 2019 mindestens Überwachungstechnik

Wie viele Überwachungskameras es gibt, weiß niemand genau. Eine offizielle Zahl fehlt, und die oft zitierten 700 Millionen sind nur eine grobe Schätzung. Belegt ist etwas anderes: Die Plattform ChinaFile hat rund 76.000 Ausschreibungen ausgewertet. Danach kauften Behörden allein im Jahr 2019 in mindestens 998 Kreisen Überwachungstechnik, in einem Drittel aller Kreise des Landes.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. ChinaFile (Asia Society): State of Surveillance (30.10.2020)
  2. Comparitech: The world's most surveilled cities (25.06.2025)

Fakt 43

≈ 5 %

der Einwohner von Xiamen machten beim Punkteprogramm mit

Und das sogenannte Sozialkreditsystem? Einen landesweiten Punktestand für jeden Bürger gibt es nicht. Das System richtet sich vor allem an Unternehmen. Laut einer Analyse des Berliner China-Instituts MERICS aus dem Jahr 2021 waren städtische Punkteprogramme für Bürger freiwillig und erinnerten eher an Bonusprogramme von Fluggesellschaften. In Xiamen machten nur etwa fünf Prozent der Einwohner mit.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. China Law Translate: Social Credit: Scores At Long Last? Not so much. (20.04.2026)
  2. MERICS: China's Social Credit System in 2021 (03.03.2021)

Fakt 44

2,34 Mio.

neue Einträge auf der schwarzen Liste 2025, 2,67 Mio. gestrichen

Was es wirklich gibt, ist vor allem eine schwarze Liste der Gerichte. Wer ein Urteil nicht befolgt, obwohl er zahlen könnte, darf nicht mehr fliegen, nicht mit den schnellsten Zügen fahren, nicht in Sternehotels übernachten und keine Immobilie kaufen. 2025 kamen 2,34 Millionen Einträge hinzu, 2,67 Millionen wurden wieder gestrichen, zum Beispiel weil Schuldner gezahlt oder mit dem Abzahlen begonnen hatten.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Oberstes Volksgericht: Bestimmungen zur Beschränkung von hohem Konsum durch Schuldner (21.07.2015)
  2. Oberstes Volksgericht: Pressekonferenz zur Vollstreckung (26.01.2026)
  3. Oberstes Volksgericht: Konsumbeschränkungen für Schuldner
  4. Jiemian: Zahlen zur Schuldnerliste 2025
  5. Yicai: Fristen und Wiederherstellung der Kreditwürdigkeit (25.07.2025)

Fakt 45

0,5

Tötungsdelikte je 100.000 Einwohner (2020). Deutschland 2023: 0,91

Zur ganzen Wahrheit gehört auch: Tötungsdelikte sind in China statistisch sehr selten. Laut Weltbank wurden in China zuletzt 0,5 Tötungsdelikte pro 100.000 Einwohner erfasst, das war 2020. In Deutschland lag der Wert 2023 bei 0,91. Chinas Zahlen stammen von der Polizei und lassen sich nicht unabhängig prüfen. Aber beide Länder liegen weit unter dem weltweiten Durchschnitt, den die UNO für 2021 mit 5,8 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner angibt.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Weltbank, Daten von UNODC: Tötungsdelikte je 100.000 Einwohner, China und Deutschland
  2. UNODC: Global Study on Homicide, Pressemitteilung (Dezember 2023)

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Kapitel 5 · Fakten 46 bis 56

Familie, Schule und Alter

Zum Schluss: Wie sieht ein Leben in China von der Geburt bis zur Rente aus?

Fakt 46

−3,39 Mio.

Einwohner 2025, der vierte Rückgang in Folge

China schrumpft. Ende 2025 lebten im Land 1,405 Milliarden Menschen, 3,39 Millionen weniger als ein Jahr zuvor, der vierte Rückgang in Folge. 2025 kamen nur 7,92 Millionen Babys zur Welt, aber 11,31 Millionen Menschen starben.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Nationales Statistikamt (NBS): Statistisches Kommuniqué 2025 (28.02.2026)

Fakt 49

≈ 40 €

Kinderzulage pro Monat bis zum 3. Geburtstag (300 Yuan). Kindergeld: 259 €

Der Staat versucht gegenzusteuern. Seit 2025 gibt es eine Kinderzulage von 3.600 Yuan im Jahr, also 300 Yuan im Monat, umgerechnet rund 40 Euro, allerdings nur, bis das Kind drei Jahre alt ist. Das deutsche Kindergeld liegt bei 259 Euro im Monat. Und seit Herbst 2025 zahlen Eltern im letzten Kindergartenjahr in öffentlichen Kindergärten keine Betreuungsgebühr mehr.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Xinhua: Fragen und Antworten zur nationalen Kinderzulage (28.07.2025)
  2. Chinesische Regierung (gov.cn): Kostenloses letztes Kindergartenjahr (07.08.2025)
  3. IG Metall: Das ändert sich im neuen Jahr, Kindergeld 2026
  4. Einkommensteuergesetz, § 66 (Kindergeld)
  5. EZB: Euro-Referenzkurse (verwendet: 12.10.2026, 7,4832 Yuan je Euro)

Fakt 51

max. 60 Min.

Hausaufgaben im Schnitt in den Klassen 3 bis 6

In der Schule hat der Staat 2021 durchgegriffen: In den ersten beiden Klassen dürfen keine schriftlichen Hausaufgaben mehr aufgegeben werden, in den Klassen drei bis sechs sollen sie im Schnitt höchstens 60 Minuten dauern. Nachhilfefirmen für Schulfächer in der Pflichtschulzeit müssen seitdem gemeinnützig sein und dürfen nicht an die Börse.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. ZK der KP Chinas und Staatsrat: Weniger Hausaufgaben und Nachhilfe (24.07.2021)

Fakt 52

12,9 Mio.

Anmeldungen zum Gaokao 2026

Am Ende der Schulzeit wartet der Gaokao, die landesweite Prüfung für die Zulassung zur Hochschule. 2026 waren dafür 12,9 Millionen junge Menschen angemeldet. Vom Ergebnis hängt ab, an welcher Hochschule man studieren kann.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Xinhua: 12,9 Millionen Anmeldungen zum Gaokao 2026 (03.06.2026)

Fakt 54

84 % / 66 %

Kostenerstattung im Krankenhaus: Angestellte und Einwohner-Versicherung

Krankenversichert sind 95 Prozent der Menschen, aber in zwei Klassen. Bei einem Krankenhausaufenthalt zahlte die Versicherung für Angestellte 2025 im Schnitt 84 Prozent der erstattungsfähigen Kosten, die Versicherung für Landbewohner und Menschen ohne feste Stelle nur 66 Prozent. Ein Hausarztsystem als erste Anlaufstelle gibt es nicht: Man kann direkt in die Ambulanz eines Krankenhauses gehen.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Nationale Krankenversicherungsbehörde: Statistisches Bulletin 2025 (16.07.2026)
  2. Guangming Online, nach der Gesundheitskommission: Behandlungen 2025 (28.08.2026)
  3. Zhang u. a.: Patient Choice of Health Care Providers in China, Health Systems & Reform (2020)

Fakt 55

≈ 3.800 ¥

Rente pro Monat für frühere Angestellte in der Stadt (≈ 500 €)

Und im Alter? Schon heute ist fast jeder vierte Mensch in China 60 Jahre oder älter. Wer in der Stadt angestellt war, bekommt im Schnitt rund 3.800 Yuan Rente im Monat, umgerechnet knapp 500 Euro. Das haben wir aus offiziellen Daten für 2024 errechnet. Ehemalige Bauern bekommen meist nur die Grundrente für Einwohner: Deren staatlicher Mindestbetrag liegt 2026 bei 163 Yuan im Monat, knapp 22 Euro. Im Schnitt waren es 2024 rund 246 Yuan, nach einer Rechnung der Wirtschaftszeitung Yicai.

Quellen · Stand 13.10.2026

  1. Nationales Statistikamt (NBS): Statistisches Kommuniqué 2025 (28.02.2026)
  2. Nationales Statistikamt (NBS): Statistisches Jahrbuch 2025, Tabelle 24-26 (Renten 2024)
  3. Yicai: 15. Fünfjahresplan, Grundrente für Einwohner (14.03.2026)
  4. Eurostat: Jahresdurchschnittskurse Euro/Yuan, aus den EZB-Referenzkursen
  5. EZB: Euro-Referenzkurse (verwendet: 12.10.2026, 7,4832 Yuan je Euro)

Fazit

Unterm Strich

Die Menschen in Chinas Städten wohnen enger, arbeiten länger und verdienen in Euro gerechnet deutlich weniger als in Deutschland. Dafür kostet manches weniger, ein Big Mac zum Beispiel nur rund die Hälfte. Die Züge sind schnell, und Tötungsdelikte sind selten. Gleichzeitig gehört Kontrolle zum Alltag, vom Ausweis am Bahnhof bis zur gesperrten Suchmaschine.

Methode

So sind die Zahlen entstanden

Wo es geht, nehmen wir die amtliche Statistik: das chinesische Statistikamt, Ministerien und Gerichte, für Deutschland das Statistische Bundesamt und die Bundesbank. Viele Zahlen aus China stammen von staatlichen Stellen. Wo wir selbst gerechnet haben, steht das im Text, zum Beispiel bei der Rente in Fakt 55.

Jahreswerte rechnen wir zum Jahresdurchschnittskurs um (Eurostat, aus den Referenzkursen der EZB: 2024 7,7875, 2025 8,1185 Yuan je Euro), Preise aus dem Jahr 2026 zum EZB-Referenzkurs vom 12.10.2026 (7,4832 Yuan je Euro).

Änderungen

Stand und Updates

Datum Änderung
13.10.2026 Alle 56 Zahlen geprüft, erste Fassung des Reports

Fehler gefunden? Schreib an info@netanaliza.com oder in die Kommentare unter dem Video. Wir prüfen es und korrigieren.

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  • Der China-Bericht: alle 56 Zahlen in 5 Kapiteln, mit Quellen und Prüfdatum
  • Die Checkliste: Bezahlen, Internet, Ausweis, Unterwegs, Wohnen, Gesundheit und Arbeit. Das solltest du für einen Aufenthalt in China wissen
  • Daten-Updates: Wenn neue Zahlen erscheinen, erfährst du es zuerst
  • Neue Länder: Norwegen ist in Arbeit

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